Die 50/30/20 Methode ist die Technik, die ich verwendet habe, um mir einen Überblick über meine Finanzen zu verschaffen und mich meinem optimale Monatsbudget anzunähern. Der große Vorteil dieser Methode: sie ist simpel, schnell und effektiv.
Die Idee ist, deine gesamten Monatseinnahmen nach einem
simplen Schlüssel aufzuteilen:
- 50% für das, was du brauchst
- 30% für das, was du willst
- 20% Sparen
So weit so gut, doch was verbirgt sich genau hinter den drei
Kategorien?
50% für das, was du brauchst
Hierbei geht es um die absoluten
Notwendigkeiten, die du und so ziemlich jeder andere Mensch benötigt: Ein Dach
über dem Kopf, eine Mahlzeit auf dem Tisch, ein Transportmittel zur Arbeit,
Hygieneartikel und notwendige Medikamente. Je nach Situation können sich die
Punkte jedoch von Kategorie zu Kategorie verschieben. Ein Beispiel wäre für
mich die Monatskarte für den Bus. Wenn du weit von deinem Arbeitsplatz entfernt
wohnst, gibt es für dich wahrscheinlich keine andere Möglichkeit, deine
Arbeitsstelle zu erreichen. In dem Falle wäre die Monatskarte für mich ein
klarer Fall für die 50%-Kategorie. Falls du mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst
und auch die anderen Dinge des Alltags (Einkaufen, mit Freunden treffen) mit
dem Fahrrad erledigen kannst, wäre die Monatskarte für mich eher schon ein „Luxus“
und würde somit in die Kategorie 30% gehören. Das gleiche gilt natürlich für
das Auto.
1.
Miete
2.
Nebenkosten
3.
Lebensmittel
4.
Transport (Monatsticket, Benzin)
5.
Hygieneartikel & Putzmittel
6.
Medikamente
30% für das, was du willst
In dieser Kategorie geht es um
deinen „Lifestyle“: Essen gehen, Shoppen, Kino, Sport, Reisen. Diese Kategorie
kann beliebig erweitert werden, je nach dem wie du dein Leben gestaltest und
hier kann gleichzeitig sicher am meisten eingespart werden. Im ersten Monat, in
dem du deine Ausgaben beobachtest, wirst du vielleicht geschockt sein, wie viel
Geld du für Lifestyle aufgibst. Mal eben ein Bierchen trinken oder einen Happen
essen gehen, kann sich ganz schön läppern. Ihr sollte natürlich weiterhin Spaß
haben, aber manche Dinge braucht man einfach wirklich nicht;) Aus den Kategorien
Kleidung und Beauty können meiner Meinung nach auch einzelne Posten in die
50%-Kategorie rutschen. Die Kleiderschränke der meisten Deutschen sind zwar prall
gefüllt und man besitzt mehr Outfits als Tage im Monat, jedoch gibt es Momente,
in denen man mal wirklich ein neues Kleidungsstück BRAUCHT. Zum Beispiel ein neues
Paar Schuhe, eine Winterjacke oder Blazer und Hosenanzüge für die Arbeit. Auch
bei Beautyprodukten gibt es für mich Fälle, in denen ich sie eher zu
Medikamenten zählen würde, etwa wenn man unter Akne leidet und spezielle
Präparate verwenden sollte.
1.
Freizeit
2.
Essen gehen
3.
Kleidung
4.
Beautyprodukte
5.
Reisen
20% Sparen
Diese Kategorie müsste für mich streng genommen am Anfang
stehen, denn die oberste Regel beim Sparen lautet: Bezahle dich selbst zuerst!
Sobald du dein Gehalt erhältst, sollte ein fester Betrag auf dein Sparkonto
und/oder in deinen ETF Sparplan fließen. 20% könnten für dich am Anfang eine
Herausforderung sein und du startest vielleicht erstmal mit 10%. Sparprofis
schaffen es, ihre Sparquote auf 30% und mehr zu steigern. Ich persönlich spare
momentan etwa 26% für langfristige Ziele (Altersvorsorge, Immobilienkauf) und 8-10%
für kurzfristige Ziele und anstehende Ausgaben (Urlaub, Versicherungen).
1.
Sparbuch
2.
ETF Sparplan
Habt ihr die Methode bereits ausprobiert? Was sind eure Erfahrungen?


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